Mentale und Physische Gesundheit am Arbeitsplatz: Was vorbildliche Unternehmen auszeichnet

In einer Arbeitswelt, die immer schneller, komplexer und herausfordernder wird, haben sich führende Unternehmen längst darauf eingestellt: Mentale und physische Gesundheit am Arbeitsplatz sind nicht länger „Nice-to-have“, sondern entscheidende Faktoren für den Erfolg. Die Case Studies von Great Place to Work zeigen eindrucksvoll, welche Maßnahmen besonders vorbildliche Unternehmen ergreifen, um die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden ganzheitlich zu fördern.

1. Ganzheitliche Gesundheitsprogramme Die besten Unternehmen denken Gesundheit nicht isoliert, sondern integrativ. Das bedeutet, dass mentale, physische und emotionale Aspekte der Gesundheit gleichberechtigt berücksichtigt werden. Beispiele hierfür sind:

  • Fitnessangebote: Von subventionierten Fitnessstudiomitgliedschaften bis hin zu unternehmenseigenen Sportkursen oder „bewegten Pausen“. Great Place to Work

  • Mental-Health-Coaching: Firmen wie SAP und Google bieten Mitarbeitenden Zugang zu Mental-Coaches, Achtsamkeitsprogrammen oder auch Apps für Stressbewältigung.

  • Gesundheitschecks: Regelmäßige Screenings, Impfangebote und Beratung durch Betriebsärzte sind fester Bestandteil eines umfassenden Gesundheitsmanagements.

2. Förderung der Work-Life-Balance Eine der häufigsten Ursachen für mentale und physische Belastung ist die fehlende Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Erfolgreiche Unternehmen setzen hier an:

  • Flexible Arbeitszeitmodelle: Gleitzeit, Job Sharing und die Möglichkeit, remote zu arbeiten, geben Mitarbeitenden die Freiheit, Arbeit und Privatleben individuell zu gestalten. Great Place to Work

  • Sabbaticals: Langfristig angestellte Mitarbeitende profitieren von Auszeiten, um neue Energie zu tanken oder persönliche Projekte zu verfolgen.

  • Familienfreundlichkeit: Von Kindergärten im Unternehmen bis hin zu Betreuungszuschüssen – familienfreundliche Unternehmen erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

3. Stärkung der psychischen Gesundheit Psychische Gesundheit ist ein Schlüsselfaktor für die Zufriedenheit und Produktivität von Mitarbeitenden. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Prävention und Sensibilisierung:

  • Enttabuisierung: Regelmäßige Workshops, die mentale Gesundheit thematisieren, tragen dazu bei, das Stigma um psychische Erkrankungen zu durchbrechen. Great Place to Work

  • Psychologische Unterstützung: Viele Unternehmen kooperieren mit externen Psychologen oder bieten anonyme Beratungsstellen an.

  • Achtsamkeitskultur: Führungskräfte werden geschult, achtsam mit Mitarbeitenden umzugehen und Belastungen frühzeitig zu erkennen.

4. Beteiligung der Mitarbeitenden Was eine gute Gesundheitsstrategie von einer herausragenden unterscheidet, ist die aktive Einbindung der Mitarbeitenden. Die besten Unternehmen wissen, dass Programme nur dann wirksam sind, wenn sie an den tatsächlichen Bedürfnissen der Belegschaft ausgerichtet sind:

  • Feedback-Schleifen: Regelmäßige Befragungen und Workshops helfen, Programme kontinuierlich zu verbessern. Great Place to Work

  • Gesundheitsbotschafter: Mitarbeitende werden zu Botschaftern für gesunde Gewohnheiten ausgebildet und dienen als Vorbilder für ihre Kolleg.

  • Mitgestaltung: Mitarbeitende sind in die Gestaltung neuer Gesundheitsprogramme involviert, was die Akzeptanz und den Erfolg erheblich steigert.

5. Gesundheitsförderung als Teil der Unternehmenskultur Vorbildliche Unternehmen integrieren Gesundheit in ihre DNA. Das zeigt sich nicht nur in Programmen, sondern auch in Werten und Führungskultur:

  • Vorbildfunktion der Führungskräfte: Manager leben gesunde Gewohnheiten vor, indem sie beispielsweise Bewegungspausen einlegen oder E-Mails außerhalb der Arbeitszeit vermeiden.

  • Kultur der Wertschätzung: Anerkennung und Respekt sind essenziell, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen.

  • Langfristiger Fokus: Gesundheit ist kein Projekt mit Enddatum, sondern eine kontinuierliche Investition in die Menschen.

Fazit: Gesundheit als Wettbewerbsvorteil Die Erfahrungen von Great Place to Work zeigen klar: Unternehmen, die Gesundheit priorisieren, profitieren nicht nur durch geringere Fehlzeiten und höhere Produktivität, sondern auch durch eine stärkere Bindung der Mitarbeitenden. Sie schaffen Arbeitsplätze, an denen Menschen gerne arbeiten – und das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in Zeiten des Fachkräftemangels.

Mein Appell an Führungskräfte: Sehen Sie Gesundheitsförderung nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Denn zufriedene und gesunde Mitarbeitende sind der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.

Über Great Place to Work Great Place to Work ist ein internationales Forschungs- und Beratungsinstitut, das Unternehmen bei der Entwicklung einer attraktiven Arbeitsplatzkultur unterstützt. Durch Mitarbeiterbefragungen und Kultur-Audits identifiziert Great Place to Work die besten Arbeitgeber und bietet wertvolle Einblicke in erfolgreiche Praktiken der Personal- und Organisationsent.

Weitere Informationen finden Sie unter www.greatplacetowork.de.

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