Mitarbeitergesundheit als Erfolgsfaktor: Gesunde Teams für nachhaltigen Unternehmenserfolg in Deutschland und Österreich
Die Gesundheit der Mitarbeitenden ist eine zentrale Stellschraube für langfristigen unternehmerischen Erfolg – und das sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Unternehmen, die heute in die Gesundheit ihrer Belegschaft investieren, profitieren von geringeren Fehlzeiten, höherer Produktivität und einer attraktiveren Arbeitgebermarke. Gerade im Wettbewerb um Fachkräfte gewinnt eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur zunehmend an Bedeutung.
Aktuelle Zahlen: Krankenstände und psychische Belastungen auf Rekordniveau
Österreich
In Österreich erreichten die Krankenstände 2024 mit durchschnittlich 15,4 Fehltagen pro Person einen neuen Höchststand. Die direkten Kosten pro Fehltag betragen laut aktuellen Berechnungen rund 250 Euro pro Mitarbeitendem. Besonders alarmierend: Mehr als 40 % der Langzeiterkrankungen sind auf psychische Belastungen wie Burnout, Depressionen und Angststörungen zurückzuführen.
Deutschland
Auch in Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: Laut dem Gesundheitsreport 2024 der DAK stiegen die Fehlzeiten im vergangenen Jahr auf durchschnittlich 20,6 Fehltage pro Kopf – ebenfalls der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen. Besonders psychische Erkrankungen haben sich seit 2010 nahezu verdoppelt und verursachen mittlerweile etwa 17 % der Arbeitsunfähigkeitstage.
Quelle: DAK Gesundheitsreport 2024 (Deutschland), WIFO Österreich 2024
Corporate Health: Ein strategischer Hebel für Unternehmen
Unabhängig davon, ob in Deutschland oder Österreich – die Zahlen machen deutlich: Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und ein systematisches Corporate Health Management sind keine freiwilligen Zusatzleistungen mehr, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Arbeitgeber, die ihre Zukunftsfähigkeit sichern wollen.
Die wirtschaftlichen Effekte auf einen Blick
Bis zu 30 % weniger Fehlzeiten durch systematisches Gesundheitsmanagement
Höhere Produktivität durch gesunde, leistungsfähige Teams
Stärkere Mitarbeiterbindung und geringere Fluktuation
Steigerung der Arbeitgeberattraktivität – ein Wettbewerbsvorteil im Fachkräftemangel
Eine Analyse von Great Place to Work® zeigt zudem:
Quelle: Great Place to Work® Gesundheitsstudie Deutschland & Österreich 2024
Präsentismus – die unsichtbare Kostenfalle
In beiden Ländern spielt auch Präsentismus – also das Arbeiten trotz Krankheit – eine immer größere Rolle. Laut einer aktuellen Untersuchung verursacht Präsentismus bis zu doppelt so hohe Kosten wie Fehlzeiten selbst. Ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement hilft Unternehmen, auch dieses „versteckte“ Produktivitätsrisiko aktiv zu steuern.
Corporate Health als Teil der Unternehmenskultur
Die besten Ergebnisse erzielen Unternehmen, wenn sie Gesundheit nicht als Einzelmaßnahme verstehen, sondern als fest verankerten Bestandteil ihrer Unternehmenskultur. Erfolgreiche Corporate Health Strategien setzen auf:
Gesundheitsorientierte Führungskultur
Führungskräfte als Vorbilder, die Gesundheit aktiv vorleben und in die Teamkultur integrieren.
Flexibilität und Vereinbarkeit
Homeoffice, Gleitzeit und lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle, die Stress reduzieren und mentale Gesundheit fördern.
Enttabuisierung psychischer Belastungen
Offene Kommunikation, Schulungen und niederschwellige Hilfsangebote stärken die psychische Resilienz.
Gesundheitsfördernde Routinen
Von aktiven Pausen bis zu regelmäßigen Gesundheitsimpulsen – kleine Schritte mit großer Wirkung.
Drei Säulen für Corporate Health in Deutschland & Österreich
1. Bewegung & Ergonomie
Zuschüsse für Fitnessangebote (z. B. Urban Sports Club in Deutschland, myClubs in Österreich)
Ergonomische Arbeitsplätze (höhenverstellbare Tische, ergonomische Stühle)
Bewegte Meetings & aktive Pausen – auch in Remote-Teams
2. Psychische Gesundheit & Stressmanagement
Workshops zur Stressbewältigung (z. B. mit der AOK in Deutschland oder der ÖGK in Österreich)
Führungskräftetrainings zur Sensibilisierung für psychische Belastungen
Burnout-Prävention durch proaktive Entlastungskonzepte
3. Gesunde Ernährung & Lifestyle
Gesunde Betriebskantinen & Snackangebote (z. B. Kooperation mit Eaternity in Deutschland)
Ernährungsberatung & Kochworkshops (z. B. mit der BGF-Koordinationsstelle in Österreich)
Wasserspender & gesundheitsfördernde Anreize (z. B. Bonuspunkte-Systeme)
Mitarbeitende einbinden: Der Schlüssel zum Erfolg
Erfolgreiche Gesundheitsförderung in Deutschland wie Österreich funktioniert nur mit aktiver Einbindung der Mitarbeitenden. Ihre Wünsche und Bedarfe müssen abgefragt und berücksichtigt werden, damit Maßnahmen auf Akzeptanz stoßen.
Erfolgreiche Partizipationsstrategien
Gesundheitsbotschafter:innen etablieren
Engagierte Mitarbeitende als Multiplikatoren wirken in beiden Ländern sehr erfolgreich.
Bewegungs- & Gesundheitschallenges starten
Spielerische Ansätze motivieren zur aktiven Teilnahme.
Regelmäßige Gesundheitsbefragungen
Bedarfsorientierte Maßnahmen entstehen durch gezieltes Feedback.
Praxisbeispiele
Deutschland:
Ein Hamburger Logistikunternehmen führte eine „Schritte-Challenge“ ein, bei der Teams für 10.000 tägliche Schritte Punkte sammelten. Belohnung: Extra-Urlaubstag oder Wellbeing-Gutschein. Ergebnis: Mehr Bewegung, höhere Motivation und stärkere Teambindung.
Österreich:
Ein Wiener Beratungsunternehmen organisierte eine Mental Health Week mit täglichen Impulsen, Webinaren und Entspannungsangeboten. Mitarbeitende konnten selbst Themen vorschlagen – die Teilnahmequote lag bei über 70 %.
Fazit: Corporate Health als Wettbewerbsvorteil in Deutschland & Österreich
Ob in Deutschland oder Österreich – gesunde Mitarbeitende sind die Basis für wirtschaftlichen Erfolg, Innovationskraft und Arbeitgeberattraktivität. Wer heute in Corporate Health investiert, sichert sich langfristige Wettbewerbsvorteile und wird zum attraktiven Arbeitgeber der Zukunft.